Gesetzliche Regelungen, sinnvolle und effiziente Instandhaltungsmaßnahmen und Details zur VDI 2035 Wasserqualität erklären wir an dieser Stelle näher.
Wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten Ihrer Heizungs- und Kühlanlagen auf!
Die Einhaltung der VDI-Richtlinien 2035 oder BTGA 6044 für die Wasserqualität in Pumpensystemen lässt sich mit einigen einfachen Maßnahmen erreichen. Verschiedene Beispiele sind:
- Regelmäßige Überprüfung des pH-Werts und der Härte des Wassers
- Verwendung von Wasserenthärtern, um Kalkablagerungen zu vermeiden
- Installation von Abscheidern, um Verunreinigungen zu entfernen
- Verwendung von Korrosionsschutzmitteln, um die Lebensdauer von Metallteilen zu verlängern
- In geschlossenen Anlagen: Einsatz von Vakuumentgasern
- In geschlossenen Anlagen: Einsatz von pumpengesteuerten Druckhaltungen
- Regelmäßige Kontrolle und Überwachung des Systems, um Bakterienwachstum und Korrosion zu vermeiden
Bitte beachten Sie: Die spezifischen Maßnahmen, die erforderlich sind, variieren je nach Art des Pumpensystems und der verwendeten Chemikalien. Es wird empfohlen, einen Fachmann zu konsultieren, um die richtigen Maßnahmen für Ihre Anlage zu bestimmen. Wenn Sie Fragen haben – schreiben Sie das Team von Pumpen Binek einfach an.
Die Wasserqualität in Heiz- oder Kühlsystem ist aus mehreren Gründen wichtig:
- Korrosionsschutz: Die richtige Wasserchemie beugt Korrosion an Metallteilen vor. Korrosion kann zu Schäden an der Pumpe und anderen Systemkomponenten führen und die Lebensdauer des Systems verkürzen.
- Vermeidung von Ablagerungen: Eine ungünstige Wasserchemie kann zur Bildung von Ablagerungen im System führen. Diese Ablagerungen behindern dann möglicherweise den Durchfluss, reduzieren den Wirkungsgrad der Pumpe und führen letztendlich zu einem erhöhten Energieverbrauch.
Was ist Heizungswasser nach VDI 2035?
Nicht nur aus finanziellen Gründen lohnt es sich, die Qualität des Anlagenwassers im Auge zu behalten. Auch der Gesetzgeber macht hier Vorgaben. Regelungen und Empfehlungen zu den Anforderungen an Anlagenwasser finden sich unter anderem in der Richtlinie VDI 2035. Die Richtlinie soll helfen, Schäden in Warmwasser-Heizanlagen zu vermeiden. Werden also Heizungsanlagen neu installiert oder saniert, müssen Sie die Vorgaben der VDI 2035 befolgen.
Ursachenforschung: Wie die Materialzusammensetzung in Heiz- und Kühlanlagen die Wasserqualität beeinflusst
Heiz- und Kühlanlagen transportieren Ihre Energie über Flüssigkeiten zu den Verbrauchern. Das Medium wird anschließend über den Energieerzeuger wieder erwärmt oder abgekühlt und erneut zum Verbraucher zirkuliert. Wir unterscheiden geschlossene und offene Anlagen in Ihrer Bearbeitung von einander.
Wer die Wasserqualität im System ohne Chemie aufrechterhalten will, tut nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern kann dabei auch Betriebskosten sparen. Dazu kennen wir verschiedene Möglichkeiten:
- Mechanische Methoden: Anstelle von chemischen Zusätzen können mechanische Methoden zur Vermeidung von Korrosion und Ablagerungen eingesetzt werden, zum Beispiel spezielle Filtersysteme wie Magnetit-Abscheider, um die Wasserqualität zu verbessern und Ablagerungen und Korrosion zu verhindern.
- Bei geschlossenen Systemen, kontrollierte Entgasung: Eine kontrollierte Entgasung des Systems kann dazu beitragen, den Sauerstoffgehalt im Wasser zu reduzieren und somit Korrosion zu reduzieren.
- Bei geschlossenen Systemen die richtige Druckhaltung: Pumpengesteuerte Druckhaltungen können millisekundengenau Druck ausgleichen und verhindern somit Gaseinträge.
- Wasserbehandlung ohne Chemie: Es gibt auch alternative Methoden zur Wasserbehandlung, die ohne chemische Zusätze auskommen. Hierbei werden zum Beispiel UV-Bestrahlung, Ozon oder Elektrolyse eingesetzt, um die Wasserqualität zu verbessern und Mikroorganismen abzutöten.
Durch den Einsatz solcher Methoden kann der Bedarf an chemischen Zusätzen reduziert oder sogar komplett vermieden werden. Dies kann zu einer Senkung der Betriebskosten führen, da weniger Chemikalien gekauft und entsorgt werden müssen und auch die Wartungskosten geringer ausfallen können.
Nachfolgend finden Sie einige Anregungen, wie eine Heiz- oder Kühlanlage ohne Chemie betrieben werden kann und dabei Betriebskosten einspart:
- Wesentliche Grundlagen bei geschlossenen Systemen ist die richtige Druckhaltung in der Anlage.
- Je nach Anlage und Größe ist eine Entgasung, thermisch oder mit Unterdruck, zu empfehlen. Bei geschlossenen Systemen dringend erforderlich.
- Die Leitfähigkeit und der pH-Wert geben Auskunft über die Korrosivität des Wassers. So wird bei einem zu niedrigen pH-Wert das Eisen in den Leitungen und bei den Komponenten angegriffen. Bei zu hohen pH-Werten löst es Aluminium und Kupfer aus den Leitungen. Hohe Chlorid-Werte lösen sogar Edelstahl auf.
- Unterstützend kommt es bei Biofilmbildung im Anlagenwasser punktuell zu massiven Absenkungen des pH-Werts. Ein hoher Leitwert begünstigt all diese Prozesse.
Grundsätzlich ist reines Wasser nicht leitfähig, d. h. es leitet keinen elektrischen Strom. Erst im Wasser gelöste Stoffe, wie Chloride, Sulfate oder Carbonate, machen das Wasser leitfähig. Mit einer Messung der Leitfähigkeit kann also auf die Menge der im Wasser gelösten Teilchen geschlossen werden.
Je mehr Strom durch die Wasserprobe fließt, desto höher ist die Leitfähigkeit und desto größer auch die Anzahl der Fremdstoffe im Wasser. Destilliertes Wasser ist mit einer Leitfähigkeit von höchstens 20 µS/cm somit kaum leitfähig, während es im deutschen Leitungswasser etwa 300 bis 800 µS/cm sind.
| Leitfähigkeit bei 25 Grad Celsius | Wert (µS/cm) |
|---|---|
| Reinstes Wasser | 0,055 |
| Entionisiertes Wasser | 1 |
| Regenwasser | 50 |
| Trinkwasser | 500 |
| Industrielles Abwasser | 5,000 |
| Meerwasser | 50,000 |
| 1 mol/L NaCl | 85,000 |
| 1 mol/L HCl | 332,000 |
Auf die Analyse der Wasserqualität folgt nicht selten eine Optimierung der Anlage. Welchen Nutzen haben Sie durch die Entschlammung der Heizungsanlage?
- Verminderung von Materialabbau und Betriebsunterbrechungen
- Weniger Korrosion, daraus resultierend weniger Schlammbildung, weniger Schäden
- Weniger Ablagerung an z. B. Wärmetauschern, Verteilern usw.
- Verringerung der Betriebskosten durch Energieeinsparung
- Verlängerung aller Wartungszyklen
- Höhere Betriebssicherheit
- Weniger Manpower-Einsatz
- Verringerung der chemischen Einsatzmittel im Anlagenwasser
